Case Study · RESTLOS Industrieverwertungen & Service GmbH
Vom nächtlichenRechnungsschreibenzur eigenen Auktionsplattform
Restlos verwertet Industriegüter über Onlineauktionen. Seit 2021 haben wir uns gemeinsam mit dem Team die Abläufe des Unternehmens angeschaut und daraus Schritt für Schritt eine Plattform gebaut, die dem Kunden selbst gehört: eine Individuallösung für genau dieses Geschäft, vollständig bei qupaya entwickelt. Auktionen, Besichtigung, Abholung und Abrechnung arbeiten heute in einem System. Und es wird jede Woche besser.
Erstgespräch buchenSeit wir die Plattform 2023 gebaut haben
~4×
so viele Auktionen laufen gleichzeitig
~3×
so viele verifizierte Käuferprofile
Die Grenze war damals die Technik. Heute ist sie es nicht mehr.
Die Ausgangslage
Restlos wickelte seine Onlineauktionen über eine gemietete Plattform ab. Versteigert wird dort alles, was ein Industriebetrieb hinterlässt, vom einzelnen Maschinenpark bis zur kompletten Ausstattung großer Anlagen. Das Geschäft lief gut, die Plattform kam nicht mehr mit: Mit der wachsenden Zahl an Auktionen und Geboten stieß sie zunehmend an die Grenzen ihrer Architektur, vor allem bei der Menge gleichzeitiger Anfragen. Dazu gehörte die Plattform einem anderen Anbieter: Weder die Funktionen noch die Daten lagen in der eigenen Hand, und jede Besonderheit des eigenen Geschäfts musste um das fremde System herumgearbeitet werden.
Das Unternehmen wollte weiter wachsen. Die Technik ließ es nicht.
Um die Plattform herum steckte viel Handarbeit. Nach jeder Auktion wurden die Rechnungen von Hand geschrieben, vier bis sechs Stunden pro Auktion, oft bis spät in die Nacht. Zur Rechnung kam ein Abholschein zum Mitbringen, und im Lager lief die Übergabe auf Papier. Das war pragmatisch gelöst und hat funktioniert. Nur mitwachsen konnte es nicht. Es waren die Stellen, an denen Menschen einen eingespielten Ablauf von Hand zusammengehalten haben. Solche Stellen gibt es in fast jedem gewachsenen Unternehmen, und die Arbeit daran sieht in jeder Branche gleich aus.
Der Einstieg war bewusst klein
Der erste Auftrag an uns war nicht die große Plattform, sondern ein einzelnes, drängendes Problem: die Rechnungsstellung. Wir haben uns den Ablauf mit den Menschen angeschaut, die ihn jeden Auktionsabend durchgeführt haben: Woher kommen die Daten, wie werden Aufgelder berechnet, wer prüft, wer gibt frei. Dann haben wir genau diesen Ablauf in Software gegossen, nicht irgendeinen. Auf dieses Ergebnis folgte der nächste Schritt. Und dann der nächste, bis hin zur Einbindung eines Mittelstands-ERPs.
Rechnungsstellung pro Auktion
Aus vier bis sechs Stunden wurden rund 20 Minuten.
Kurzer Einschub
Woran wir solche Projekte erkennen
Jetzt geht es um euch. Die Branche spielt dabei keine Rolle, diese Muster sehen wir immer wieder.
- Eure Abläufe sind über Jahre gewachsen, und sie sind besser als jede Standardlösung. Nur stehen sie nirgends: Sie leben in den Köpfen einzelner Leute, in Ordnern und in Excel-Tabellen.
- Büro, Lager, Buchhaltung und Kunden brauchen dieselben Zahlen. Heute liegen sie in zu vielen Insellösungen, die kaum miteinander reden, und jeder hat seinen eigenen Stand.
- Am Ende steht eine Rechnung, deren Regeln zur Erstellung kein Standardprodukt kennt. Ein Fehler darin ist kein Schönheitsfehler, sondern ein Streitfall.
- Was ihr anbieten könnt, hängt davon ab, was die gemietete Software zulässt, und nicht davon, was euer Geschäft braucht.
- Es gibt diesen einen Ablauf, vor dem alle Respekt haben: Er funktioniert nur von Hand, und nur eine Person kennt ihn wirklich.
Das sind die Stellen, an denen sich ein eigenes System rechnet.
Oft trägt auch eine Standardlösung, die wir anbinden. Was davon passt, zeigt der Blick auf euren Ablauf.
Noch nicht überzeugt? Lest weiter, wie es gelaufen ist.
Der Weg
Fünf Jahre, ein System, ein Team. Jede Station begann bei einem Ablauf, den es schon gab.
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2021
Rechnungen automatisiert, Konsole aufgebaut
Automatischer Import der Auktionsdaten, Aufgeld-Berechnung, Rechnungserstellung mit Freigabe-Workflow und Versand. Der Ablauf im System ist derselbe wie vorher am Schreibtisch, nur ohne die Nachtarbeit.
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2022
Das Lager wird digital
Auch hier stand am Anfang der bestehende Ablauf: Wie kommt der Käufer mit seinem Abholschein ins Lager, wer prüft, was übergeben wird, wie wird quittiert. Daraus wurde eine mobile App für das Lagerteam: Abholungen abwickeln, Übergaben direkt auf dem Gerät unterschreiben, sofort am richtigen Los gespeichert. Sie funktioniert auch ohne Empfang, denn in einer Lagerhalle ist Netz nicht garantiert.
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2022 bis 2023
Die eigene Auktionsplattform
Keine gekaufte Auktionssoftware, kein Baukasten, kein angepasstes Standardprodukt: Die Plattform wurde auf Basis der fachlichen Anforderungen und Geschäftsprozesse von Restlos von Grund auf programmiert, technisch konzipiert und gebaut bei qupaya. Von Anfang an dabei: Gebote mit Live-Aktualisierung, Autobieten mit Maximalgebot, automatische Bildverarbeitung für die Los-Fotos und ein Auktionsablauf, der das Bietverhalten fair abbildet. Und weil die Menge gleichzeitiger Anfragen der wunde Punkt des alten Systems war, haben wir die neue Plattform vor dem Start mit Lasttests genau darauf vorbereitet.
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9. August 2023
Go-Live und Umzug
Die neue Plattform übernimmt den Betrieb, alle Bieterkonten samt Gebotshistorie ziehen mit um.
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2023 bis 2024
Nach dem Start wurde das Tempo höher, nicht niedriger
Der Go-Live war kein Abschluss, sondern der Startpunkt. Die Release-Frequenz hat sich nach dem Launch verdoppelt: aus großen Updates wurden viele kleine, gut abgesicherte Schritte. In dieser Zeit entstanden unter anderem die Suche mit Benachrichtigungen für Bieter, der weitere Ausbau der Konsole und der Lager-App und die erste KI-Funktion für die Los-Fotos, damals noch als zugelieferter Dienst.
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2025
Termine buchen sich selbst
Besichtigungen und Abholungen buchen Kunden seitdem direkt auf der Plattform, inklusive Mehrfach-Terminen: Der Termin hängt am Los, und was möglich ist, entscheiden die im System hinterlegten Regeln aus Kapazität, Berechtigung und Zahlungsstand. Im selben Jahr haben wir die angebundene Rechnungsplattform im laufenden Betrieb gewechselt und die Anmeldung rundum erneuert, beides ohne dass Bieter etwas davon gemerkt hätten.
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2026
KI prüft die Kataloge
Bei 125.000 Auktionslosen im Jahr ist eine vollständige Prüfung aller Beschreibungen von Hand nicht mehr leistbar. Im Backend konfigurierbare KI-Prüfungen unterstützen die Kontrolle von Losbeschreibungen und Fotos, gemeinsam mit dem Kunden konzipiert und diesmal komplett selbst entwickelt statt zugekauft. Das Team sieht, welche Lose Aufmerksamkeit brauchen, bevor sie online gehen.
Der Umzug ohne Verlust
Der heikelste Moment der Zusammenarbeit war der Umzug auf die neue Plattform. 60.000 Bieterkonten samt kompletter Gebotshistorie zogen nahtlos auf die neue Plattform um. Die Bieter fanden ihre Konten und ihre Historie wieder und konnten weiterbieten wie zuvor, ohne Neuregistrierung. Einen messbaren Bieterschwund gab es nicht. Seitdem hat sich die Zahl der Käuferprofile verdreifacht, auf heute 200.000 verifizierte Käuferprofile.
Die letzte Auktion auf der alten Plattform lief kurz vor dem Start der neuen: ein geordneter, harter Umstieg statt eines langen und riskanten Parallelbetriebs. Möglich war das, weil der Umzug von langer Hand vorbereitet war. Schon die allererste Ausbaustufe von 2021 hat Daten aus dem Altsystem strukturiert übernommen, sodass beim Wechsel nichts Neues erfunden werden musste.
Was sich im Alltag geändert hat
Keine Funktionsliste. Drei Stellen, an denen der Arbeitstag eines Menschen heute anders aussieht.
Abholtermine
Vorher
Ein Buchungstool eines Drittanbieters ohne Verbindung zur Plattform. Wer geboten hatte, musste dort seine eigene Auktion noch einmal von Hand heraussuchen.
Heute
Der Termin hängt am Los, Kapazität, Berechtigung und Zahlungsstand prüft das System.
Die Bürozeit gehört wieder der Arbeit, die einen Menschen braucht.
Übergaben im Lager
Vorher
Unterschriften auf dem Abholschein, Ablage auf Papier.
Heute
Unterschrift auf dem Gerät, auch ohne Empfang in der Halle, direkt den Losen zugeordnet und sofort im System.
Kein Zettel geht verloren, der Nachweis existiert im Moment der Übergabe.
Abrechnung
Vorher
Rechnungen von Hand, getrennt vom Verkauf, abgestimmt im Nachhinein.
Heute
Aufträge, Rechnungen und Zahlungsstand laufen von selbst zwischen Plattform und Buchhaltung.
Betrieb und Finanzen erzählen dieselbe Geschichte.
Drei Arbeitstage, die sich geändert haben. Woran wir das erkennen.
Die Plattform heute
Vier Anwendungen, ein System: die Auktions-Storefront für die Bieter, die Konsole fürs Büro, die mobile App fürs Lager und die automatische Abrechnung für die Buchhaltung. Über 500 Auktionen sind 2025 über diese Plattform gelaufen, mehr als ein Drittel aller Gebote kommt über automatische Maximalgebote herein. 2024 und 2025 liefen darüber unter anderem über 50.000 Gegenstände eines internationalen Sport-Events.
Die Plattform ist öffentlich. Schaut sie euch selbst an.
Warum das seit 2021 stabil läuft
Eine Plattform, auf der Geld den Besitzer wechselt, darf sich keine Überraschungen leisten. Deshalb ist die Qualitätssicherung automatisiert und mehrstufig.
- 11.000+
- automatisierte Tests
- 21 Mio.
- Echtzeit-Nachrichten in zwölf Monaten
- 300+
- rückwärtskompatible Migrationen
- 650+
- Releases seit Projektstart
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Tests auf jeder Ebene
Unit-Tests für die Geschäftslogik, containerisierte API-Integrationstests, eigene UI-Test-Suiten für jede Anwendung, End-to-End-Tests über die ganze Plattform und Lasttests für die Gebotsspitzen. Insgesamt über 11.000 automatisierte Tests in mehr als 800 Testdateien.
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Gebaut für Gebotsspitzen
Über 21 Millionen Echtzeit-Nachrichten laufen binnen zwölf Monaten über die Plattform, damit jedes Gebot bei allen Beteiligten sofort ankommt. Genau diese Last war der wunde Punkt des alten Systems, deshalb haben Lasttests schon vor dem Go-Live sichergestellt, dass die neue Plattform sie trägt.
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KI mit Prüfpfad
Die KI-Prüfungen laufen versioniert und mit Kostenkontrolle, jedes Ergebnis ist nachvollziehbar dokumentiert, und kein KI-Urteil ersetzt die Freigabe durch einen Menschen. Das macht KI in einem Unternehmen einsetzbar, das seinen Zahlen trauen muss.
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Angebundene Fremdsysteme werden mitgetestet
Für die Rechnungsplattform existiert ein eigener Mock-Server, damit die Integration automatisiert prüfbar ist, ohne das echte System zu belasten.
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Jede Änderung geht durch Review
Mehrere tausend Pull Requests seit Projektstart, jeder von einem zweiten Entwickler geprüft, bevor er in die Plattform kommt.
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Geordnete Datenbank-Evolution
Über 300 rückwärtskompatible Migrationen. Der Datenbestand wächst seit 2021 kontinuierlich mit, ohne Brüche.
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Schnelle, kleine Releases
Die CI-Pipeline baut und testet nur, was sich geändert hat. So bleiben über 650 Releases seit Projektstart bezahlbar und jede Auslieferung klein genug, um sie gefahrlos zurücknehmen zu können.
Betrieb in der AWS-Cloud. Die Plattform ist außerdem darauf vorbereitet, dass KI-Assistenten kontrolliert und rollenbasiert mit ihr arbeiten.
Die Sicht des Kunden
Für die Entwicklung unserer Auktionsplattform arbeiten wir seit über vier Jahren mit einem Expertenteam von qupaya technologies GmbH zusammen. Auf Basis unserer fachlichen Anforderungen und unserer Geschäftsprozesse haben sie die Plattform von Grund auf programmiert und entwickeln sie kontinuierlich weiter. qupaya agiert dabei weniger als klassischer Dienstleister, sondern als eingespielter Partner auf Augenhöhe. Das Ergebnis ist eine Lösung, die optimal auf unsere Prozesse abgestimmt ist und mit unserem Bedarf skaliert. Bei neuen Anforderungen können wir uns jederzeit auf ihre zuverlässige, agile Umsetzung verlassen.
So arbeiten wir zusammen
Der eingespielte Ablauf eines Unternehmens ist sein Vorteil, nicht sein Problem. Standardsoftware würde Restlos arbeiten lassen wie alle anderen. Wir haben es andersherum gemacht: uns die Abläufe gemeinsam mit den Menschen angeschaut, die sie jeden Tag durchführen, vom Rechnungsabend bis zur Übergabe an der Laderampe, und genau diese Abläufe in Software gebaut. Die Regeln, die vorher in Köpfen, Ordnern und Listen lebten, stehen heute im System: Wer darf was, in welcher Reihenfolge, nach welcher Zahlung. Das macht sie verlässlich, auch wenn die Person, die es immer wusste, gerade im Urlaub ist.
qupaya verantwortet die Software als Ergebnis: Architektur, Entwicklung, Qualitätssicherung und laufende Weiterentwicklung, von der ersten Anforderung bis zum Release. Dahinter steht ein kleines, festes Team, über die Jahre dieselben Entwickler, die das Geschäft inzwischen so gut kennen wie den Code. Die Cloud-Infrastruktur kam aus unserem Partnernetz, Teile der Gestaltung von einem Designer, den der Kunde dazugeholt hat. Alle Beteiligten haben durchgehend zusammengearbeitet. Der Betrieb der Plattform liegt beim Kunden, in enger Abstimmung mit uns. Code, Infrastruktur und Daten gehören dem Kunden. Und was wir über Kunden veröffentlichen, entscheiden die Kunden.
Neue Anforderungen kommen aus dem Tagesgeschäft des Kunden und werden fortlaufend priorisiert und umgesetzt, seit 2021 durchgehend. Genau deshalb erzählt diese Seite keine abgeschlossene Projektgeschichte, sondern eine laufende.
Auch in der eigenen Entwicklung setzen wir KI-Werkzeuge ein, bewusst und überprüft: Jedes KI-erzeugte Arbeitsergebnis geht durch das Review erfahrener Entwickler.
Wie wir Projekte wie dieses angehen, steht unter Von Planung bis Umsetzung. Wie wir diesen Umgang mit KI an Entwicklungsteams weitergeben, steht im Guided Program.
Wir haben den kompletten Betrieb eines Unternehmens in Software gebaut. Euer Geschäft ist ein anderes. Kein schwereres.
Fangen wir klein an
Bringt den Ablauf mit, der euch am meisten Zeit kostet, und die Leute, die ihn machen. Wir sagen euch ehrlich, was er braucht, und ob eigene Software dafür überhaupt der richtige Weg ist.
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So geht's nach der Buchung weiter
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Termin steht sofort
Die Kalendereinladung landet direkt in eurem Postfach. Sie ist eure Bestätigung.
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Videolink ist dabei
Der Link zum Gespräch steckt in der Einladung. Ihr müsst nichts installieren.
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Nichts vorzubereiten
Wir melden uns vorher nur, wenn wir noch etwas von euch brauchen.